Sonntag, 24.1.2021

Eine sehr heisse Nacht ist vorbei. Boni hat mit den Kindern schon um 6 Uhr angefangen, draußen aufzuräumen und zu fegen.
Wie nicht anders zu erwarten, habe ich heute starke Rückenschmerzen vom Steine tragen. Seit 3 Tagen habe ich auch durch die Gewitterluft Migräne. Aber dafür ist meine Allergie weg und die Insektenstiche werden weniger- also alles gut😉😀.
Ich höre gerade wieder ganz laut den Holzwurm in meiner Badezimmer Tür- der ist ganz schön hungrig. Da muss der Schreiner mal wieder dran.
Boni kommt gegen Mittag- wir wollten morgens eigentlich nach Kanyenja - und berichtet mir, dass der Schreiner Probleme mit dem Holz für die Regale in Kanyenja hat. Das Holz hier hat seit zwei Jahren wegen der Abholzung eine hohe Steuer erhalten, sodass es sehr teuer geworden ist und auch die Menge ist limitiert. Deshalb ist es oft schwierig, eine gute Qualität zu erhalten. Boni will sich jetzt mit dem Schreiner zusammen darum kümmern. Ich will auf jeden Fall bevor ich fahre das Regal im Abstellraum fertig sehen. Da die Ständerwand, die sie dafür aufgestellt haben extrem unpraktisch ist, ist das mit dem Regal eine große Herausforderung und ich habe Bedenken, dass es nicht so wird, wie ich es mir vorstelle.
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Nachmittags holt Boni mich ab und wir fahren zu seiner Familie. Ich werde, wie immer sehr herzlich begrüßt und sehe zum ersten Mal dieses Jahr litte Petra. Sie ist richtig groß geworden mit ihren 2 Jahren und ein hübsches Kind. Wir essen Makande (Bohneneintopf) und erzählen.
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Wir laufen in die Nachbarschaft in eine „Gärtnerei“ und kaufen 2 Mangobäume, die ich vor den neuen Gästebereich pflanzen möchte, damit wir irgendwann Schatten haben.

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Nach unserer Rückkehr pflanzt Boni einen, den Anderen pflanze ich. Nun müssen sie nur noch angehen und wachsen.

Samstag, 23.1.2021

Die Routine beginnt. Boni ist kurz da und dann wieder weg, Ich beschließe, anzufangen, die Bauatelle aufzuräumen. Denn wie immer interessiert hier niemand eine saubere Bauatelle, Unfallschutz u.s.w.

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Bei knappen 30 Grad und ca 85% Luftfeuchtigkeit räume ich 2 Stunden lang Ziegel beiseite. Mehr muss ich, glaube ich, nicht dazu sagen.
Zur Belohnung bekomme ich einen ganzen Teller Jack Frucht von den Kindern!
Der Mittag ist dann zum Ausruhen. Am späten Nachmittag gehe ich mit Boni nach Mang‘ula A und wir trinken dort ein Bier. Dann laufen wir nach Mang‘ula B und essen Kitimoto.

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Freitag, 22.1.2021

Heute Morgen ist Boni ein bisschen kleinlaut, nachdem ich mich gestern
so geärgert habe. Er bespricht mit mir die Einrichtung des ersten neuen Gästezimmers. Ich male ihm genau auf, wie es aussehen könnte und gebe ihm den Plan. Mal schauen, was er daraus macht. Dann fährt er zu seinem nächsten Machica Meeting. Ich mache meinen Sport, frühstücke und mache mich dann daran, Luftballons aufzupusten- es ist Freitag! Dieses Mal brauche ich 60 Stück! Wie immer ist das ein riesiger Spaß mit den Kindern und mich fasziniert immer wieder, wie die Kinder mit den Ballons für den Heimweg auf den Motorrädern verstaut werden.

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Mein mitgebrachtes Mensch-ärgere-Dich-nicht findet auch bei der Lehrerin Klara Interesse. Ich erkläre es ihr und wir spielen. Ich bin überrascht, wie schnell sie, wie auch schon vorher die Kinder, das Spiel verstehen. Da war das Erklären, wie ein Puzzle funktioniert, schwieriger.

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Der Nachmittag verläuft ruhig.
Boni kommt abends und wir besprechen die letzten Tage. Er hat eine gute Lösung für die Fenster in Kanyenja gefunden. Geht doch😉😀

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Abends fängt es wieder ganz heftig an, zu regnen. Mal schauen, ob wir morgen überhaupt nach Kanyenja fahren können.

Donnerstag, 21.1.2021

Da wir heute früh nach Ruaha fahren wollen, stehe ich um 6 Uhr auf, um noch meinen Sport machen zu können. Mittags oder abends ist es dafür viel zu heiss. Um kurz vor 9 Uhr fahren wir los. Die Straßenarbeiten sind hier schon ein bisschen weiter und die Fahrt geht besser als nach Ifakara. Nach einer Stunde sind wir da. Ich suche die Stoffe aus und wir kaufen noch Avocado, Mango und Ananas ein. Danach geht es zurück und nach Kanyenja. Wir nehmen auf dem Weg den Schreiner, der die Regale fertigen soll, mit.
In Kanyenja erkläre ich ihm, wie ich es haben will. Dabei kommen wir auf ein Problem mit den Fensterscheiben, da die Zwischenwand in der Reception im Weg ist. Wir überlegen viele Möglichkeiten, u.a. die Wand zum Lagerraum zu versetzen. Laut Boni macht die Regierung hier allerdings Auflagen, dass wir den Raum in exact dieser Größe und wie er jetzt aussieht, brauchen. Auch wenn mir das schwer fällt, muss ich es glauben. Wir wollen auf jeden Fall auf dem Rückweg bei dem Schreiner, der die Fenster baut vorbeifahren und mögliche Optionen besprechen. Das Hauptproblem, welches sich mir stellt, ist, dass wir die Fenster innen befestigen müssen, um sie öffnen und schließen zu können. Ich bin gespannt.
Nachdem wir die neuen Boxen fertig eingeräumt haben, machen wir noch ein Mitarbeiter Gespräch.

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Da Dr Maumba nicht da ist, Frage ich Rashil und Salma nach den Untersuchungstests, die sie machen. Danach erkläre ich ihnen meinen Wunsch, das Thema „Training von Gesundheitsthemen „ aufzunehmen und zu vermitteln. Angefangen soll mit der Ausgabe der Zahnbürsten werden. Bisher stapeln sie nämlich alles nur. Ich bin gespannt.
Auf dem Rückweg sind wir dann beim Schreiner. Die Fenster sind überhaupt nicht das, was ich mit Boni besprochen habe. Sie sollen am Samstag fertig sein und montiert werden. Ich will auf jeden Fall dabei sein und werde dann entscheiden, ob sie wirklich eingebaut werden.
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Anschließend geben wir dann noch die Stoffe bei der Schneiderin und sind dann um 16 Uhr wieder in Machica. Gerade angekommen beginnt ein äußerst heftiges Gewitter.
Danach ist es extrem schwühl.

Mittwoch, 20.1.2021

Nach meinem Morgentraining und Frühstück fahren Boni und ich nach Ifakara. Die Straße ist jetzt zwar weitgehend trocken( es hat gestern in Ifakara geregnet) und staubig, aber durch die ganzen Straßenarbeiten ist die Fahrt sehr holprig. Wir brauchen 1:45 Stunden für einen Weg. Es ist heute noch heißer als gestern. Wir kaufen noch weitere Ordnungsboxen und Mülleimer für Kanyenja ein. Für Machica habe ich Boni vorgeschlagen, die Toilettenhygiene etwas zu verbessern, indem sie täglich statt nur mit Wasser, mit Sanitärreiniger die Toiletten putzen können. Wir haben mal 6 Flaschen gekauft, mal sehen, was daraus wird.
Nach dem Mittagessen fahren wir zurück. Später laufen wir noch mal zur Schneiderin. Das mit der Stoffauswahl funktioniert nicht ganz so. Viele Stoffe, die sie hat gefallen mir nicht. Boni schlägt vor, dass wir morgen nach Ruaha fahren und selbst Stoffe aussuchen.
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Anschließend treffen wir noch einen “Künstler”, der uns evtl. Bambus Lampen herstellen kann. Er bringt uns morgen ein Muster.
Es waren heute rundherum Gewitter zu sehen, aber bei uns war es nur windig und kein Regen. Aber es hat etwas abgekühlt.


Dienstag, 19.1.2021

Ein normaler, ruhiger Tag beginnt. Es ist jetzt sehr warm, kein Regen mehr. Nachts gehen die Temperaturen nicht mehr unter 26/27 Grad. Ich habe das Gefühl, gar nicht mehr so viel trinken zu können, wie ich schwitze. Bei meinem morgendlichen Training kann ich einige Übungen auf der Matte nicht mehr machen, da ich ständig wegrutsche. Aber alles gut, besser als frieren😉😀.
Boni hat heute seine Versammlung für Machica mit dem Ortsbeirat Mang‘ula A.
Am Gästebereich wird fleißig weitergearbeitet. Die Zisterne ist fertig. Es sieht richtig gut aus und Boni ist sehr stolz.
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Ich war heute Morgen bei der Schneiderin und bin mit ihr die Stoffe durchgegangen. Die Hälfte, die sie hatte, hat mir nicht gefallen, dementsprechend war es gut, dass ich dort war.
Mittags gibt es eine Portion Fisch mit Ugali. Und das ganz ohne Kräten!
Abends bringt Boni mich zum Hondo Hondo, wo ich meine Einladung zum Abendessen genieße.
Die Angestellten sind extrem freundlich zu mir und jeder bedankt sich für FASTA. Das ist schon fast unangenehm.
Ich beginne mit Bier und Popcorn!
Dann Gemûsetempura, Pfeffersteak mit Kroketten und Kuchen mit Honig. Nun bin ich Papp Satt!

Montag, 18.1.2021

Heute ist wieder Vorschule und Schule. Die neuen Kinder haben noch Eingewöhnungsprobleme, sie weinen und haben Heimweh.
Der Bau geht weiter, das erste Bad bekommt Wandfliesen und die Wasserzisterne wird ausgekleidet. Das ist echt ein Knochenjob, was die Jungens da machen!
Ich werde mit Essen (Maandazi-Ähnlich wir Kreppel ohne Zucker- und chapati na justify-Pfannkuchen mit Kartoffel und embe-Mango) verwöhnt. Das ist ein reichliches, leckeres Frühstück!

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Mittags bringt Boni einen großen Fisch aus dem Fluss. Katharina nimmt ihn auseinander. Und wie immer, wird er in Stücke zerteilt und auf Holzkohle gegrillt. Ich bin gespannt, wie viel Kräten er hat. Der ganze Fisch hat ca 4,50€ gekostet!
Um 16:00 Uhr ist unser FASTA Community Meeting in Kanyenja . Um 17:00 Uhr sind wir dann da und es geht los. Die Teilnehmer bedanken sich überschwänglich für die Station. Ich werde mit Gesang begrüßt😀.

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Ich arbeite die Agenda ab und Boni übersetzt. Die Aussicht auf Strom durch Photovoltaik kommt sehr gut an. Bei den Fragen kommt wieder- obwohl ich vorher schon erklärt habe, dass dies zum momentanen Zeitpunkt nicht möglich ist und ich auch nicht weiß, ob überhaupt . Ich gebe als Vorschlag, wenn sie es bezahlen können, dann gerne, was natürlich nicht der Fall ist. Aber es geht darum, klar zu machen, dass nicht alles finanzierbar ist.
Anschließend hat Boni für Essen und Getränke gesorgt, was natürlich dankend angenommen wird. Ich bin der Meinung es war ein gutes Meeting und Boni bestätigt.
In der vergangenen Nacht waren wieder die Elefanten in der Region Kanyenja und haben Mangos gefressen, aber sonst nichts zerstört .
Zurück in Machica ist dort kein Strom. Auch die Photovoltaik funktioniert nicht. Ein Mechaniker kommt und repariert sie- abends um 20:15 Uhr!
Beim Abendessen bekomme ich Fisch- ungefähr 2 Happen, aber diese mit viel Gräten und Haut. Aber lecker ist er!

 

Sonntag, 17.1.2021

Es ist ein ruhiger Tag. Die Arbeiter haben heute Nacht durchgearbeitet. Um 3 Uhr lief die Schneidemaschine für die Fliesen. Ich weiß nicht, warum Boni das macht- aber er will offensichtlich, dass ich noch in den neuen Gästebereich umziehen soll! Und das scheint auch zu funktionieren! Die Fliesen sind, bis auf die Ecken am Boden verlegt, die Wände teilweise verputzt, die Wasseranschlüsse vorbereitet und die Türen fertig- Wahnsinn!

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Die Jungens machen hinter meinem Zimmer ein Feuer- sie wollen die Schlangen vertreiben. Ich komme gerade dazu und kann vermeiden, dass es zu einem Brand kommt.
Mbili ist nun nur noch bei mir und der Platz auf meinen Beinen beschlagnahmt.
Am frühen Nachmittag kommt Boni und wir besprechen weitere Schritte.
Danach gehe ich ins Hondo Hondo. Ich werde sehr herzlich empfangen. Sie fragen mich nach FASTA und Corona aus. Hier gilt allgemein die Meinung, Corona ist Fake und nur die Weißen haben es. Die Mitarbeiter im Hondo Hondo stellen gezielt Fragen und wüschen sich mehr Aufklärung. Es kommen nach wie vor Gäste, zwar wenige und z.zt. nicht aus England, und sie fragen jeden. Die Auskünfte sind wohl sehr unterschiedlich, auch etliche Verweigerer dabei. Sie wissen aber, dass das Problem ihr Präsident ist. Er hat jetzt ein Gesetz erlassen, dass derjenige, der behauptet, jemand hätte Corona, zu 45 Jahren Gefängnis verurteilt wird.( ob das stimmt, weiß ich allerdings nicht).
Von FASTA sind sie ganz begeistert und als Dankeschön haben sie mich übermorgen zum Abendessen eingeladen.
Abends gehen wir Kitimoto essen. Agnes begleitet uns.
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Samstag, 16.1.2021

Der Tag beginnt wie gewohnt . Die Arbeiter sind schon früh da und räumen den Schutt von den Türen weg und mauern weiter. Es ist wieder sehr schwühl. Der Schreiner für FASTA kommt und wir besprechen das Fertigen der Regale. Wie immer habe ich Sonderwünsche und stelle ihm neue Herausforderungen. Ich möchte herausnehmbare Regalbretter😉😀.

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Mit Agnes, Mustapha und Ramasan zusammen machen wir die Plastikkörbe für FASTA sauber. Sie sind zwar neu, aber komplett mit feinem, roten Sand überzogen.
Mittags fahre ich mit Boni nach Kanyenja. Wir erklären, wie das mit den Regalen werden soll. Dann holen wir alle Pakete, die wir geschickt haben, um sie in die Boxen zu sortieren. Aus der ersten Kiste- sie sind übrigens alle nass- kommt uns eine Ratte entgegen. Das fängt ja gut an. Wir sortieren die Medikamente nach Gruppen und ich erkläre noch die Einnahme dazu. Außerdem beschrifte ich alle Boxen und bin gespannt, ob es auch benutzt wird.
Wir stellen fest, dass wir zu wenig Boxen haben, d.h. wir müssen noch mal nach Ifakara.

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Bachil benutzt das Motorrad von Boni zum Shuttel von Dr. Maumba und Salma von und nach Kanyenja. Boni fährt, währenddessen ich aufräume damit zu den Machica Reisfeldern. Der Weg ist schlammig und er fällt hin. Er tut sich nichts, aber das Motorrad läuft nicht mehr . Wir nehmen alle drei im Auto mit. Nach einem kurzen Einkauf in Mang’ula sind wir wieder zurück. Die Arbeiter haben angefangen, zu Fliesen- das sieht gut aus. Es geht hier rasend schnell voran. Manchmal ist es wohl gut, wenn man wenig Zeit hat, dann geht auch alles schnell😉😀.
Mbili hat sich mittlerweile wieder total an mich gewöhnt. Sie ist total verschmust und meine Leckereien, die ich von zu Hause mitgebracht habe, sind der Renner!

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Freitag, 15.1.2021

Nach einer ruhigen Nacht geht es wie gewohnt los- Kaffee, Sport, wie jeden Freitag Luftballon aufpusten, Wäsche waschen und dann frühstücken. Die Arbeiten am neuen Gästebereich beginnen. Das Lager wird von starken Männern ausgeräumt und der Fliesenleger bereitet den Boden vor.
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Die Luftballons sind natürlich der Renner! Ich hatte heute Glück, da die Schule erst diese Woche begonnen hat, sind noch nicht so viele Kinder da- ich musste nur 40! Ballons aufpusten😉😀.

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Boni ist heute morgen von der Regierung zu einem Meeting der Region Mang’ula B eingeladen. Dies findet alle 3 Monate statt. Boni war bisher in diesem Gemeinderat bisher durch Machica in Mang’ula A und jetzt auch durch FASTA in Mang’ula B. Er ist sehr stolz darauf!
Ich stelle mal wieder fest, dass ich in Afrika angekommen bin- logisches Denken ist hier keine Stärke. Ich konnte gerade noch verhindern, dass der Fliesenleger mit den Bodenfliesen beginnt, bevor er den Wanddurchbruch zum Bad macht.
Ich erkläre, dass es doch besser ist, erst die Türdurchbrüche zu machen, die Fenster zu entfernen, dann Mauern und anschließend Fließen . Sie bedanken sich vielmals für den Hinweis. Bis zum Abend sind im mittleren Raum die Fenster und Tür raus, die vordere Wand schon fertig zugemauert und die Trennwand von den beiden Bädern angefangen. Boni kommt erst spät von seiner Versammlung und erzählt sehr positiv. Nachdem er die letzten Kinder der Vorschule heim gebracht hat, räumen wir mit den Kindern zusammen die angesammelten Müllecken auf. Ich versuche zwar jedes Jahr aufs Neue zu vermitteln, dass diese Müllecken nicht da hin gehören, aber ich muss jedes Jahr ja auch was zu tun haben😉. In der Ecke hinter den Lehrertoiletten waren mehrere Skorpione. Aber es ist nichts passiert.
Um 19 Uhr kommen noch Handwerker, die mit einer Kette die Türöffnungen für die Toiletten in die Wände schneiden. Das habe ich so auch noch nicht gesehen. Man braucht hier auf dem Bau wirklich keinen Strom. Um 22 Uhr sind die Türen raus!

Donnerstag , 14.1.2021

Ich habe wenig geschlafen- es war viel Lärm in der Gegend, da gestern Abend ein Fußballspiel Simba gegen Jungsters war und die Simbas haben verloren. Außerdem war es sehr schwühl. Morgens gab es nach dem Kaffee wieder 1 Stunde Sport und dann mein übliches Frühstück.
Anschließend sind Agnes, Boni und ich mit dem Auto nach Ifakara gefahren. Der Straßenbau ist auch hier noch sehr weit weg von der Fertigstellung . Jetzt sind sie seit drei Jahren am Arbeiten- ich schätze, dass es mindestens noch 6-8 Jahre dauert😉.
Wir haben Plastikboxen zum Aufräumen für FASTA, Küchenutensilien für Agnes und Stoffe und Tücher zum Verkaufen eingekauft. Danach waren wir noch Essen (Reis, Hühnchen und Bohnen) und sind zurück gefahren. Auf dem Weg waren wir noch bei unserer Schneiderin und ich habe neue Modelle von Stofftaschen und Mundschutz bestellt.
Abends habe ich dann angefangen die Räume für den künftigen Gästebereich aufzuräumen. Da Boni leider nicht da ist, kann ich nicht viel machen, sondern muss auf morgen warten. Allerdings räume ich 3 Taschen mit Mitbringsel von uns von letztem und vorletztem Jahr aus. Teilweise sind die Sachen von Ratten zerfressen- das ist schade und ich ärgere mich darüber.
Später spreche ich mit Boni darüber und wir beschließen, die Trikots und Hosen heute an alle Kinder verteilen. Das kommt zum größten Teil gut an. Rehema möchte keine kurze Sportkleidung tragen- das kann man bei Teenagern ja auch verstehen.
Die Katze Mbili erinnert sich anscheinend an letztes Jahr- sie hält sich vorwiegend in meiner Nähe auf und ihr Lieblingsplatz ist auf meinen Beinen🐈😀.
Ich habe Boni noch mal nach Moja, der anderen Katze, gefragt, aber sie scheint nicht überlebt zu haben. Sie haben sie nie mehr wieder gesehen. 🥲
Abends sind wir dann sehr froh, die Solaranlage zu haben, denn da es heftig geregnet hat, ist bis Ifakara der Strom ausgefallen. Wir haben Licht!

 Mittwoch, 13.01.2021
 
Ich habe lange und gut geschlafen. Nach einem Kaffee und einer Sporteinheit gab es Frühstück- Avocado mit Banane😀.
Anschließend sind wir nach Kanyenja gefahren. Katherine, unsere Kinderfrau hat uns begleitet- es geht ihn nicht gut und sie wird von Dr. Maumba behandelt.

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Die Station sieht großartig aus, 2 Patienten warten schon . Ich schaue mir alles an und dann diskutieren wir zusammen mit Dr. Maumba, Schwester Salma und Laborant Bachil. Sie arbeiten seit Anfang des Jahres bei uns als Volunteer.
Bekommen sie eine feste Anstellung, gehen sie wieder.
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Der erste Eindruck ist wirklich toll, aber natürlich , und deshalb bin ich ja auch da, gibt es Handlungsbedarf.

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Angesprochen wird:
1.)Die Lagerung der per Post geschickten Gegenstände findet in den Kartons auf dem Boden statt. Ich schlage vor, in dem kleinen Lager hinter der Rezeption ( hier wurde eine Trennwand eingezogen ) ein raumhohes Regal anfertigen zu lassen und verschließbare Aufbewahrungsboxen zu kaufen, damit man die Sachen sauber wegpackt und wiederfindet.
2.) Im Laborraum sollte ebenfalls ein Regal angebracht werden, damit Sachen nicht auf dem Boden liegen müssen.
3.) Die Schwester bekommt in der Rezeption einen kleinen Tisch und Stuhl.
4.) Die Fenster sind mit Pappe zugebaut- es regnet durch die Fenster rein. Ich bitte Boni, einen Schreiner kommen zu lassen, um mit ihm abzusprechen, wie man die Fenster verglasen und trotzdem öffnen kann und was das kostet.
5.) Wir sprechen über die Wichtigkeit der Patientenaufklärung in Hygiene. Das sollte weiter ausgebaut werden
6.) Ich lasse mir die Reinigung der benutzten Materialien zeigen und gebe Verbesserungsoptionen. Wenn wir Strom auf der Station haben sollten wir über einen Dampf Steri nachdenken.
7.) Es kommt der Vorschlag, da die Bevölkerung auch nachts betreut werden will, dass man ein Matratzenlager für das Personal macht. Das lehne ich aus heutiger Sicht ab. Ich erkläre ihnen , dass wir nur begrenzte Kapazitäten haben und es schon toll ist, was wir erreicht haben, aber das muss im Moment erst mal reichen und auch dauerhaft in dieser Qualität bleiben. Es ist eine Erste-Hilfe-Station mit Öffnungszeiten und kein Krankenhaus oder Bettenlager.
8.) Bei der Begehung außen fällt auf, dass die Aussentoiletten als Rohbau stehen und als Mülllager funktionieren. Boni erklärt mir, dass er sie aufgrund der Regierungsanforderung für eine Dispensary(Apotheke ) hat bauen lassen. Da wir aber noch weit entfernt sind davon(11 Räume, Mitarbeitergebäude...) bleiben wir bei unserer Bezeichnung „ Labor-und Medikamenten Zentrum“.
Die Toiletten sollen dann so bleiben, ausgeräumt werden und ordentlich als Lager benutzt werden.
9.) Auf dem Gelände sind eine Gruppe Arbeiter von den Feldern, die dort ihr Essen zubereiten. Boni erzählt mir, dass sie sich auch um die Reinigung unseres Geländes kümmern- das muss dann aber teilweise noch ein bisschen besser werden😉😀. Der Bewohner der Hütte fungiert mittlerweile als Wachmann.
Auf dem Rückweg rutschen wir mit dem Auto weg und sitzen fest. Es hat heute Nacht hier heftig geregnet. Eine Gruppe Männer hilft uns rauszuschieben. 
Wir fahren zur Schneiderin um die neuen Taschenmodelle durchzusprechen .
Danach gibt es Kitimoto (Schweinefleisch,Tomatensalat und Kochbananen-scharf gebraten.)
Zurück in Machica sehen wir, dass die Ziegel für den Umbau des Gästebereichs an den falschen Platz geliefert wurden- sie liegen vor der Küche, mitten im Weg☹️. Boni möchte sich morgen drum kümmern, aber, was Du heute kannst besorgen, Verschiebe nicht auf morgen. Ich kann ihn überzeugen, es gleich zu machen und die Kinder, Agnes, Katherine, Bola und ich erledigen es. Genau zum Ende kommt ein kräftiges Gewitter.
Dienstag 12.1.2021
Um 3 Uhr tansanischer Zeit (1 Uhr bei uns) landet mein Flieger. Die Einreise läuft problemlos, es ist nicht viel los.
Boni und der Fahrer sind noch am falschen Flughafen, kommen dann aber und um 4 Uhr geht es nach Mang’ula. In Morogoro frühstücken wir und um kurz nach 12 Uhr sind wir da. 
Es ist schwühl warm, um die 30 Grad und es hat unterwegs immer wieder geregnet. Die Straße ist in einem sehr schlechten Zustand- um Dar es Salaam sind viele sehr große Baustellen und die Straße von Ruaha nach Mang’ula ist seit letztem Jahr noch nicht viel weiter. Das wird noch viele Jahre dauern und Boni sagte, dass die Fertigstellung keine Priorität beim Präsidenten hat. Entschädigt wurde ich dann beim Durchfahren des Mikumi Nationalparks mit Giraffen, Zebras, Springböcken und Warzenschweinen.
Nach einer herzlichen Begrüßung versorgt Agnes mich erst mal mit Essen. Boni legt sich schlafen- sie waren gestern um 17 Uhr losgefahren!
Mittags besichtige ich dann erst mal alles und packe aus. Es gibt einigen Reparaturbedarf! Langweilig wird mir hier bestimmt nicht. Als Erstes repariere ich mal den verstopften Abfluss am Waschbecken, dann hänge ich die herausgerissene Tür bei mir im Bad provisorisch ein. 
Eine von den Katzen, die wir letztes Jahr angeschafft haben, Mbili, ist da und ich habe sogar das Gefühl, sie erinnert sich noch an mich ( Einbildung ist auch eine Bildung😉😀). Auf jeden Fall schmust sie mit mir.
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Abends war ich noch mit Boni einkaufen. Anschließend musste dann noch bei mir im Zimmer der Lichtschalter vom Elektriker repariert , eine Vogelspinne getötet und die Ratten vertrieben werden.
Beim Abendessen wurden meine Mitbringsel verteilt und ich bin früh- um 10 Uhr- ins Bett!

 

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Ich bin unterwegs! Um 8:05 haben wir Mainz verlassen. Wolfgang hat mich zum Flughafen gebracht. Dort lief alles ganz entspannt- es ist sehr wenig los! Meine Koffer sind schnell aufgegeben- 2x 20 Kg!

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Der Rest ist dann auch schnell erledigt und ich sitze Abflugbereit am Gate😀

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Der Flug nach Istanbul verläuft ruhig. Der Flieger ist- zumindest in der Holzklasse- ziemlich voll, aber sie halten immer einen Platz zwischendrin frei.
In Istanbul ist es stark bewölkt.

10.1.2021

Heute war ich zum Coronatest- negativ! Also kann es losgehen!

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07.1.2021

Die Spannung steigt- ich fange an, meine Koffer zu packen! Die erste Umbuchung von Türkisch Airline ist auch schon erfolgt- mein Rückflug von Istanbul nach Frankfurt wurde storniert, Jetz komme ich am 28. Januar in Düsseldorf an! Mal sehen, ob das alles so funktioniert:-)

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Und die 2. Tasche mit 20 kg ist auch fertig, aber es wären noch Unmengen an Sachen mitzunehmen☹️😀.

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